§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln das Vertragsverhältnis zwischen FalconCard — betrieben von:

Webagentur Hochmeir e.U.
Inhaber: Jonathan Hochmeir
Moorweg 7, 4845 Rutzenmoos, Österreich
Firmenbuchnummer: 597527 t · Firmenbuchgericht: Landesgericht Wels
UID: ATU78855106
E-Mail: hello@falconcard.net · Telefon: +43 680 2208354

— nachfolgend „Anbieter" genannt — und der registrierten Nutzerin bzw. dem registrierten Nutzer (im Folgenden „Nutzer:in").

Die AGB gelten für sämtliche SaaS-Produkte, Web-Apps, Online-Tools, Testzugänge und sonstige internetbasierte Softwareangebote des Anbieters unter falconcard.net. Sie gelten gegenüber Unternehmern und Verbrauchern, soweit einzelne Bestimmungen nicht ausdrücklich nur für Unternehmer oder nur für Verbraucher gelten.

§ 2 Leistungsumfang

Der Anbieter stellt eine Software-as-a-Service-Plattform zur Erstellung, Veröffentlichung und Verwaltung digitaler Visitenkarten zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gewählten Tarif­stufe laut aktueller Preisseite (falconcard.net/preise). Der Anbieter behält sich vor, den Leistungsumfang zu erweitern oder zu modifizieren, sofern dadurch die wesentlichen Leistungsmerkmale erhalten bleiben.

§ 3 Vertragsschluss

Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Registrierung und der Annahme dieser AGB durch den Nutzer:in zustande. Bei kostenpflichtigen Tarifen erfolgt die Bezahlung über den jeweils gewählten Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe).

§ 4a Keine Inhaltsprüfung durch den Anbieter — Notice & Takedown

Der Anbieter führt keine Vorab- oder laufende inhaltliche Prüfung der von Nutzer:innen veröffentlichten Karteninhalte durch und ist hierzu auch gemäß § 14 ECG / § 10 TMG nicht verpflichtet. Eine Haftung des Anbieters für rechtswidrige Karteninhalte kommt erst nach positiver Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung und nach Ablauf einer angemessenen Frist zur Entfernung in Betracht.

Hinweise auf rechtsverletzende Inhalte (Notice-and-Takedown) bitte mit konkreter URL der betroffenen Karte und Beschreibung der Rechtsverletzung an hello@falconcard.net. Berechtigte Beanstandungen werden unverzüglich bearbeitet.

§ 5 Sperrung und Löschung

Bei Verstoß gegen diese AGB, gegen geltendes Recht oder gegen die guten Sitten behält sich der Anbieter vor, betreffende Inhalte ohne Vorankündigung zu entfernen, Karten zu deaktivieren und das Nutzer­konto zu sperren oder zu löschen. Bei kostenpflichtigen Verträgen besteht in solchen Fällen kein Anspruch auf Rückerstattung.

§ 6 Verfügbarkeit

Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform bemüht, kann diese jedoch nicht zu jedem Zeitpunkt zu 100 % gewährleisten. Geplante Wartungs­fenster werden, soweit möglich, vorher angekündigt. Eine Haftung für temporäre Nicht­verfügbarkeit besteht nicht, soweit diese nicht auf grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz des Anbieters beruht.

§ 7 Vergütung, Rechnungslegung, Zahlungsverzug

Die Vergütung richtet sich nach dem zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Tarif. Sie wird zu Beginn jeder Abrechnungs­periode (monatlich oder jährlich) im Voraus fällig. Bei Zahlungsverzug behält sich der Anbieter vor, das Konto bis zur Begleichung des offenen Betrags zu sperren.

§ 7a Laufzeit, Testphase und Kündigung

Kostenpflichtige Abonnements werden je nach Wahl der Nutzer:in mit monatlicher oder jährlicher Abrechnungs­periode geschlossen. Sie verlängern sich jeweils automatisch um die gewählte Periode, sofern sie nicht vor deren Ablauf gekündigt werden. Eine Mindestlaufzeit besteht nicht.

Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungs­periode möglich und wird von der Nutzer:in selbst im Konto (Bereich „Abo") vorgenommen. Bis zum Ende der bereits bezahlten Periode bleibt der gebuchte Leistungsumfang nutzbar; danach wird das Konto auf den kostenlosen Tarif umgestellt. Leistungen, die über den Umfang des kostenlosen Tarifs hinausgehen, stehen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung; überschüssige Karten werden deaktiviert. Eine anteilige Erstattung der Vergütung für die restliche Periode erfolgt nicht. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Beim erstmaligen Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements gewährt der Anbieter eine kostenlose Testphase von 14 Tagen. Die Testphase wird je Konto nur einmal gewährt; ein späteres oder erneutes Abonnement — auch eines anderen Tarifs — beginnt ohne Testphase. Wird das Abonnement innerhalb der Testphase gekündigt, fallen keine Kosten an. Andernfalls wird der gewählte Tarif nach Ablauf der Testphase automatisch kostenpflichtig und gemäß § 7 zu Beginn jeder Abrechnungs­periode im Voraus abgerechnet.

Ein Wechsel in einen höheren Tarif wird sofort wirksam; die für die laufende Periode bereits bezahlte Vergütung wird anteilig angerechnet. Ein Wechsel in einen niedrigeren kostenpflichtigen Tarif wird zum Ende der laufenden Abrechnungs­periode wirksam; bis dahin bleibt der bisherige Tarif bestehen. Überschreiten bestehende Karten oder sonstige Nutzungen den Umfang des neuen Tarifs, werden sie mit Wirksamwerden des Wechsels deaktiviert.

Zugänge, die gegen Einmalzahlung erworben werden, sind keine Abonnements; die vorstehenden Regelungen zu Laufzeit, Verlängerung, Kündigung und Testphase gelten für sie nicht. Für Enterprise-Verträge richten sich Laufzeit und Kündigungsfrist nach dem individuellen Angebot; soweit dort nichts Abweichendes vereinbart ist, gilt dieser Paragraf.

§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher:innen

Verbraucher:innen mit Wohnsitz in der EU haben das Recht, binnen 14 Tagen ab Vertragsschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Mit Beginn der Nutzung des Dienstes (z. B. Anlage der ersten Karte) erklärt der Verbraucher ausdrücklich seine Zustimmung, dass mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und nimmt zur Kenntnis, dass das Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung erlischt (§ 18 FAGG / § 356 Abs. 5 BGB). Details und das Muster-Widerrufsformular: Widerrufsbelehrung.

§ 9 Haftung des Anbieters

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den Bestimmungen des Produkt­haftungs­gesetzes. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.

Eine Haftung für nutzergenerierte Karteninhalte ist nach Maßgabe von § 4 und § 4a dieser AGB ausdrücklich ausgeschlossen. Karteninhalte (Name, Beruf, Kontakt­daten, Adressen, Telefon­nummern, Verfügbarkeiten, Preis- und Leistungs­angaben, Bilder, Texte, Links, Lead-Daten, Drittinhalte etc.) werden vom Anbieter weder vorab geprüft noch redaktionell verantwortet. Für etwaige Schäden, die einer Kartenbesucherin / einem Kartenbesucher oder sonstigen Dritten durch Karteninhalte entstehen — beispielsweise durch unrichtige Angaben, fehlende Pflichthinweise, Rechts­verletzungen oder unzulässige Datenverarbeitung —, haftet ausschließlich die jeweilige Karteninhaberin bzw. der jeweilige Karteninhaber.

Verlinkt eine Nutzer:in auf ihrer Karte externe Inhalte (Websites, Social-Media-Profile, Buchungs­dienste, Videos), übernimmt der Anbieter keinerlei Haftung für die Erreichbarkeit, Richtigkeit oder Rechtmäßigkeit dieser Drittinhalte.

§ 10 Datenschutz

Es gelten die Bestimmungen der separaten Datenschutz­erklärung.

§ 11 Schlussbestimmungen

Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss seiner Verweisungsnormen und des UN-Kaufrechts. Bei Verträgen mit Verbraucher:innen mit Wohnsitz in der EU gelten zudem die zwingenden Verbraucher­schutz­bestimmungen ihres Wohnsitzlandes.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.